

Warum der Mittelstand jetzt Orientierung – und nicht mehr Tools – braucht
99% der Unternehmen in Deutschland gehören zum Mittelstand. Wenn wir also über die Zukunft der Wirtschaft sprechen, müssen wir vor allem darüber sprechen, wie der Mittelstand zukunftsfähig wird – und welche Rolle Künstliche Intelligenz dabei spielt.
Doch wo steht der deutsche Mittelstand beim Thema KI wirklich? Diese Frage diskutierte unser Gründer Robert Jacobi auf dem diesjährigen Ludwig-Erhard-Gipfel im Rahmen der Business Punk Veranstaltung auf dem Panel „Umarmung oder Skepsis? Wie der deutsche Mittelstand mit KI umgeht“ – gemeinsam mit Valentina Kerst, Nicole Huber, Benedikt Nolte und Simon Sack, moderiert von Andrea Kaiser.
Was wir mitgenommen haben – vom Panel und aus vielen Gesprächen:
„Wenn wir bei Nunatak mit Mittelständlern über KI sprechen, merken wir schnell: Es ist keine Skepsis – es ist die Suche nach dem richtigen Einstieg.“ – Robert Jacobi, Founding Partner bei Nunatak
Diese Einschätzung bringt das Grundproblem auf den Punkt:
Der Mittelstand lehnt KI nicht ab – er weiß oft schlicht nicht, wo und wie er anfangen soll. Das wurde nicht nur im Panel deutlich, sondern auch in zahlreichen Gesprächen mit Kundinnen und Kunden, die Holger Feist und Robert Jacobi am Rande des Gipfels geführt haben.
Die zentrale Herausforderung besteht nicht in der Technologie. Sondern in der Übersetzung: vom Potenzial in die Praxis.
Unsere fünf Thesen zur Realität von KI im Mittelstand
- Der deutsche Mittelstand verschläft die KI-Revolution – der digitale Rückstand ist real
KI verändert Geschäftsmodelle grundlegend und schafft schon heute messbare Effizienzsteigerungen. Dennoch nutzen bisher nur wenige Mittelständler das Potenzial: Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Mittelstandsbunds (2024) haben lediglich 10 % der mittelständischen Unternehmen KI vollständig implementiert, während mehr als zwei Drittel sich bislang kaum mit dem Thema beschäftigen. Es fehlt nicht an Interesse, sondern an Orientierung und Struktur. Zwischen Tagesgeschäft, Fachkräftemangel und knappen Budgets fällt es schwer, Prioritäten zu setzen – oder überhaupt loszulegen. Wer nicht handelt, riskiert, technologisch den Anschluss zu verlieren. - Sicherheits- und Regulierungsbürokratie lähmen den Mittelstand – anstelle von Schutz, schaffen Gesetze Angst und Hemmungen
Fast ein Viertel der mittelständischen Unternehmen beklagen Unsicherheiten durch unklare gesetzliche Rahmenbedingungen zur KI-Nutzung (KI-Index Mittelstand, 2024). Regelwerke wie der EU-AI-Act oder die DSGVO sind grundsätzlich richtig und wichtig, aber ihre oft komplizierte und interpretationsbedürftige Umsetzung führt zu Unsicherheit und Investitionslähmung. - Ohne digitale Infrastruktur und eine solide Datenbasis bleibt KI für den Mittelstand ein unerreichbarer Traum.
Mehr als 45 % der deutschen Unternehmen nennen mangelhafte Datenqualität und unzureichende Infrastruktur als zentrale Hürden für die Einführung von KI-Technologien (Statistisches Bundesamt, 2024). Veraltete Systeme, isolierte Datensilos, schlechte Datenqualität – viele Mittelständler haben schlicht noch nicht die Voraussetzungen geschaffen, um KI sinnvoll einzusetzen. Es fehlt nicht an Tools, sondern an den technischen und organisatorischen Grundlagen. - Der KI-Markt bleibt für den Mittelstand schwer durchschaubar – teure, unpassende Produkte und fehlendes Know-how erschweren die Tool-Auswahl.
Über ein Drittel der mittelständischen Unternehmen wünschen sich mehr Hintergrundwissen und Orientierung, um den richtigen Einstieg in KI zu finden. Der Markt ist überladen mit Buzzwords und Angeboten, was es schwierig macht, passende Lösungen zu finden. Ohne eine klare Strategie und konkretes Verständnis für die eigenen Anforderungen investieren Unternehmen oft in ungeeignete Tools, die keinen nachhaltigen Mehrwert bieten. - Die Kluft zwischen Großunternehmen und Mittelstand wird größer.
Während Konzerne bereits KI systematisch und umfassend integrieren, bleiben KMU oft in Pilotphasen stecken oder stehen ganz am Anfang. Laut Statistischem Bundesamt (2024) nutzt jedes zweite Großunternehmen KI, während bei mittelständischen Unternehmen nur etwa jedes vierte KI-Technologien einsetzt. Ohne gezielte Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung droht dem Mittelstand ein langfristiger Wettbewerbsnachteil.

Die Nunatak-Perspektive:
Wir bei Nunatak glauben fest daran, dass der Mittelstand bereit für KI ist – aber Unterstützung benötigt. Mittelständler brauchen keine weiteren komplizierten Tools, sondern pragmatische Orientierung, klare Strategien und einen erfahrenen Partner für den Einstieg und die Umsetzung.
Wir helfen mittelständischen Unternehmen, die Chancen künstlicher Intelligenz und digitaler Technologien in ihren Strategien zu verankern, ihre Entscheidungsfindung zu verbessern und echte Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Dabei begleiten wir Unternehmen systematisch von der ersten Einschätzung ihres aktuellen Status bis hin zur erfolgreichen Implementierung von KI-Lösungen:
Grundstrategie schaffen: Wir analysieren umfassend den Status quo und führen ein AI Maturity Assessment durch. So entsteht eine klare Grundlage, auf deren Basis wir eine ganzheitliche und fundierte KI-Strategie entwickeln, die konkret auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.
Einstieg ermöglichen: Mit individuellen Learning Journeys und unseren AI Experience Days holen wir Mitarbeitende und Führungskräfte dort ab, wo sie stehen – praxisnah, verständlich und interaktiv. Hier erleben Sie keine theoretischen Vorträge, sondern sammeln konkrete, reale Erfahrungen mit KI-Anwendungen.
Orientierung geben: Wir entwickeln individuelle KI-Roadmaps, die exakt auf den Reifegrad, das Geschäftsmodell und die Ressourcen Ihres Unternehmens abgestimmt sind. Dadurch entsteht ein klarer und nachvollziehbarer Pfad, der Sie vom ersten Use Case hin zu einer langfristig skalierbaren KI-Strategie führt.
Umsetzung begleiten: Wir begleiten Sie bei der Implementierung, Weiterentwicklung und operativen Integration von KI-Lösungen – von der Prototypenphase bis hin zu messbaren Erfolgen im Tagesgeschäft.
Interessiert?
Unsere Partner freuen sich auf das Gespräch – ob zum Kennenlernen, Austauschen oder direkt Loslegen















