

Get real, get excited – and get in touch. Unter diesem Motto stand die Nunatak AI & Robotics Night am Mittwoch, den 24. Juni, zu der über 100 Entscheiderinnen und Entscheider in unser Münchner Offices kamen. Und es war Programm: An diesem Abend wurde über KI nicht nur geredet, sie wurde angefasst und am Ende standen die Gäste um einen humanoiden Roboter und diskutierten über ein System, das Hirntumoren behandelt, ohne dass ein Skalpell zum Einsatz kommt.
Auch wenn das Wetter an diesem Abend seine ganz eigene Agenda hatte, München zeigte sich von seiner schwülsten Sommerseite, war die Stimmung im Raum eindeutig: Neugier schlägt Hitze. Denn die Kernbotschaft des Abends ließ niemanden kalt: KI hat den Bildschirm verlassen. Sie greift, bewegt, entscheidet – in der physischen Welt, und zwar heute schon.
Und der Abend war noch aus einem zweiten Grund etwas Besonderes: In diesem Jahr feiert Nunatak seinen 15. Geburtstag. Das offizielle Jubiläum steht im Juli an, doch ein Blick nach vorn auf das, was Realität wird, war für uns genau der richtige Auftakt. Wer den Wandel begleitet, sollte schließlich auch zeigen, wohin die Reise geht.
Von der Theorie auf die Bühne – und in die Hände der Gäste
Den Auftakt machte Dr. Fabian Göbel (Partner & Managing Director, The Nunatak Group), der den Abend unter das Leitthema „KI wird greifbar" stellte. In einem ebenso fundierten wie unterhaltsamen Überblick zur weltweiten Marktlage zeigte er, wie rasant sich Robotik und KI entwickeln und warf dabei auch die Frage auf, wie global dieser Markt eigentlich ist, wenn aktuell rund 54 Prozent aller Roboter in China verbaut und installiert werden. Im anschließenden Q&A traf Prof. Dietmar Harhoff Ph.D., Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut und einer der profiliertesten Innovationsökonomen des Landes, auf Dr. Franziska Brühl (Principal, The Nunatak Group). Sein klarer Blick auf die Frage, wo Deutschland in der KI-Transformation wirklich steht, setzte den Ton für den Abend: kein Hype, keine Angstszenarien, sondern eine fundierte, zuversichtliche Standortbestimmung auf Basis von Daten statt Schlagzeilen.

Anschließend zeigte Prof. Dr. Alexander Muacevic, Neuro- und Radiochirurg sowie Gründer und Direktor des European Radiosurgery Center Munich, was Physical AI heute schon kann – nämlich Leben retten. Robotergeführte Systeme behandeln komplexe Tumorerkrankungen mit einer Präzision, die die menschliche Hand übersteigt: nicht-invasiv, hochgenau, oft ambulant in einer einzigen Sitzung. Wer noch geglaubt hatte, Physical AI sei ein Zukunftsthema, wurde an diesem Punkt des Abends eines Besseren belehrt.

Im anschließenden Panel, ebenfalls moderiert von Dr. Franziska Brühl, trafen drei sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Elena Coles (Circus SE) brachte die AI-first-Sicht ein: Ob Krankenhaus oder Kantine, die Herausforderung ist überall dieselbe, es fehlt Personal. Genau hier bringt Physical AI ein neues Geschäftsmodell in den bislang sehr manuellen Foodservice. Was als Effizienzprojekt beginnt, entpuppt sich schnell als struktureller Wandel.
.jpg)
Julian Geiger (Nemetschek Group) lieferte die Konzernperspektive: Die Ambition „AI first" ist gesetzt, ihre Umsetzung in gewachsenen Strukturen braucht aber Zeit. Bei 1.500 Entwicklern, die heute völlig anders arbeiten als noch vor zwei Jahren, geht es vor allem darum, KI und physische Welt sauber zu verbinden.
Und Dr. Michael Suppa (Roboception), dessen Technologie Robotern überhaupt erst das Sehen und Greifen ermöglicht. Sein Satz dürfte vielen im Gedächtnis bleiben: „It's not about legs." Nicht der Körper eines Roboters entscheidet über seinen Nutzen, sondern seine Fähigkeit, eine reale, ungeordnete Umgebung zu verstehen und in ihr zu handeln. Erst die Aufgabe definieren, dann mit dem richtigen System hineingehen. Und sein Befund: Wir haben keinen Fachkräftemangel, sondern einen Arbeitskräftemangel, das ist die eigentliche Herausforderung.
Und dann ging es geradewegs vom Reden ins Erleben.
KI zum Anfassen: AI Experience Rooms
Denn wer KI wirklich verstehen will, muss sie erleben – das ist und bleibt unsere Überzeugung. In drei parallelen AI Experience Rooms wurde die Technologie deshalb buchstäblich begreifbar:
.png)
IN MOTION: Ein humanoider Roboter, der Unitree G1, bewegte sich live durch den Raum und interagierte mit den Gästen. Für viele der erste direkte Kontakt mit einem Humanoiden und ein Moment, der mehr über den Stand der Technik verriet als jede Folie.
IN THE MAKING: Das Team von pib zeigte seine 3D-druckbaren, modularen Roboterkomponenten und demonstrierte, wie ein System in Echtzeit neue Gesten und Bewegungen erlernt. Anfassen war ausdrücklich (!) erlaubt.
IN MIND: Im Raum des Nunatak AI Lab konnten die Gäste sehen, woran wir täglich arbeiten: vom Vibe Coding, bei dem aus einer mündlich beschriebenen Idee in Echtzeit eine lauffähige Anwendung entsteht, bis hin zum Organizational Digital Twin, mit dem sich „Was-wäre-wenn"-Szenarien einer ganzen Organisation durchspielen lassen.
Was vom Abend bleibt
Bei aller Faszination für die Maschinen war die eigentliche Botschaft des Abends auch diesmal eine menschliche. Physical AI verändert nicht nur, was technisch möglich ist – sie verändert, wie Unternehmen arbeiten, skalieren und Wertschöpfung schaffen. Und genau wie bei jeder disruptiven Technologie gilt: Sie entfaltet ihr Potenzial nur dort, wo Menschen sie verstehen, ihr vertrauen und sie sinnvoll einsetzen.
Die Diskussionen des Abends drehten sich deshalb immer wieder um dieselben Fragen: Was muss eine Maschine wirklich können, um ein echtes Problem zu lösen – jenseits des Humanoiden-Hypes? Wo entscheidet sich, ob aus einem beeindruckenden Pilotprojekt ein skalierbarer Betrieb wird? Und wo finden Unternehmen die Menschen, die KI tatsächlich in Wertschöpfung übersetzen?
Eine einfache Antwort gab es an diesem Abend nicht, wohl aber viele kluge, ehrliche und praxisnahe. Genau das war unser Ziel.

Mehr Eindrücke des Abends gibt es in unserer Bildergalerie.
Lassen Sie uns sprechen
Nunatak bedeutet Wegweiser. Mit Standorten in München, Berlin und Zürich begleitet die Strategieberatung Unternehmen dabei, Künstliche Intelligenz, Daten und digitale Technologien wirksam zu machen – von der Strategie über die Umsetzung bis zur Skalierung. In den Beratungsfeldern Strategy & Growth, Marketing & Communication sowie People & Organization verbindet Nunatak strategische Beratung mit operativer Umsetzung.
Statt Strategiefolien liefert Nunatak funktionierende Lösungen und Empfehlungen, die sie im hauseigenen AI & Data Lab selbst zum Laufen bringen – mit Fokus auf messbaren Business Impact. Denn nachhaltige Transformation entsteht nicht durch Technologie allein, sondern durch das Zusammenspiel von Strategie, Organisation und Menschen. Genau dort gibt Nunatak Orientierung, wenn sich alles gleichzeitig verändert.
Interessiert?
Unsere Partner freuen sich auf das Gespräch – ob zum Kennenlernen, Austauschen oder direkt Loslegen



.jpg)











