05.03.2020

Live-Stream statt Massenveranstaltung: Der Einsatz digitaler Tools bei Branchenevents und Produktpräsentationen hilft nicht nur dem Klimaschutz – sondern auch gegen die Ausbreitung von Corona (COV19) und anderer Pandemien.

Die Welt steht Kopf – und mit ihr traditionelle Modelle und Mechanismen der Wirtschaft. Das neue Flagship Fahrzeug beim Genfer Autosalon vorzustellen, galt als Muss für die Giganten der Automobilbranche. Ebenso wie die aktuellsten Cyber-Security Trends auf der Command Control Messe in München zu diskutieren, bei der entsprechende Experten zusammenkommen. Beide Veranstaltungen sind inzwischen offiziell abgesagt, die Veranstalter folgen damit dem Beispiel des MWC Congress in Barcelona sowie den Empfehlungen des Robert Koch Instituts. All das geschieht präventiv im Kontext der COV19-Eindämmung – zweifellos schweren Herzens. Schließlich werden damit nicht nur monatelange Vorbereitungen, sondern auch jegliche Profit-Kalkulationen hinfällig.

Im Kontext der jüngsten Entwicklung, aber auch im Hinblick auf digitale Nachhaltigkeit und die globalen Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels, stehen digitale Tools zur Kollaboration und Präsentation von Produktneuheiten immer höher im Kurs. Viele Menschen verzichten inzwischen – dem Klima zuliebe – von selbst auf Inlandsflüge sowie vermeidbare Dienstreisen und ziehen das Meeting über Google Hangouts oder Skype for Business vor.

Die Folgen sind doppelt wünschenswert: Denn dank einem zunehmenden Selbstverständnis für CO2-Einsparmaßnahmen, erleben wir auch immer häufiger kreative, digitale Ansätze, die große Konferenzen und Produktpräsentationen verzichtbar – und irgendwann vielleicht sogar obsolet machen. Dafür gibt es sogar Musterbeispiele. Denn spätestens seit den Apple Keynotes wissen wir, wie gut das funktionieren kann. Jährlich verfolgen Millionen von Fans und Journalisten weltweit die Vorstellung der neuesten Software-Entwicklungen aus der kalifornischen Ideenschmiede im Silicon Valley – in Echtzeit und vom eigenen Wohnzimmer oder Büro aus. Die Produkt-Vorbestellungen nach Beendigung der Keynotes sollten dann auch die letzten Zweifler überzeugen: Digital does it! Und die Automobilindustrie legt nach: Die neue E-Klasse von Mercedes wurde inzwischen per Live-Stream im Netz vorgestellt, genau wie der Hybrid-SUV von VW und der elektrische i4 von BMW. Dort heißt es jetzt: Milbertshofen statt Genf.

Wie sich neue Möglichkeiten der Digitalisierung auch in der täglichen internen wie externen Kollaboration agil und effizient einsetzen lassen, machen Tools wie Slack und Asana deutlich. Unserer Rolle als Berater und digitaler Wegweiser verpflichtet, nutzen wir sie bei Nunatak bereits seit Jahren in der Projektarbeit, aber auch in der internen Kommunikation und Organisation – mit tollen Ergebnissen (Näheres dazu in unserem Blogbeitrag über Agilität als Dreh- und Angelpunkt für die Zukunft). Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden in unterschiedlichen Industrien bei der strategischen Herangehensweise zum Umgang mit digitalen Tools: vom Screening und der Auswahl von Editorial Tools in Marketing und (Unternehmens-)Kommunikation, über die Integration von B2B Marktplätzen im Einkauf bis hin zu virtuellen Messe-Konzepten. Die Erfahrung zeigt: Vieles kann bereits ohne physisches Beisammensein erlebbar gemacht und umgesetzt werden. Das schont nicht nur den Firmengeldbeutel, sondern auch Mutter Natur. Und nicht nur das: Dient die Firewall in der digitalen Welt zum Schutz vor Viren, wird die Digitalisierung in der analogen Welt selbst zum Schutz.

Photo by Tim Gouw on Unsplash

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