17.01.2020

Nunatak startet mit einem neuen Partner ins Jahr 2020: Unser langjähriger Principal Dr. Fabian Göbel ist neben Robert Jacobi und Rupert Schäfer jetzt Teil unserer Führungsriege. Willkommen! Im Interview spricht er über seine neue Rolle und seine Ziele für das kommende Jahr.

Herr Göbel, Gerhard Schröder hat einst den Begriff „Agenda 2020“ geprägt. Jetzt sind Sie nicht zum Bundeskanzler aufgestiegen, aber immerhin dritter Partner bei Nunatak geworden. Was ist Ihre Agenda 2020?

FABIAN GÖBEL: Für 2020 habe ich vor, in meiner neuen Rolle zu wachsen. Als Partner werde ich mich verstärkt darauf fokussieren, wie wir bestehende Kundenbeziehungen weiterentwickeln und neue Kundengruppen erschließen. Außerdem kümmere ich mich auch weiterhin um das Thema Company-Building, um Nunatak von innen heraus weiterzuentwickeln – wobei wir uns hier mit unserem neuen COO Ralf Hunecke natürlich auch nochmals sehr verstärkt haben. Wichtig ist mir hier zum Beispiel, die Arbeitgebermarke Nunatak in Zukunft noch stärker zu besetzen.

 

„Kundenbeziehungen weiterentwickeln“ – was bedeutet das konkret?

Damit meine ich, dass wir gemeinsam mit unseren Bestandskunden an innovativen Fragestellungen arbeiten, die für ihren Erfolg maßgeblich sind. Dazu gehört auch, sich angrenzenden Themenfeldern anzunehmen und noch mehr Facetten der Digitalisierung zu bearbeiten. Mein Schwerpunkt sind hier Wachstumsstrategien – mit besonderem Blick auf Marketing und Sales. Hier geht es etwa darum, Organisationen von der alten in die neue Welt zu transferieren. Das reicht von einem zeitgemäßen Governance Model, also der Steuerung einer ganzen Einheit, bis hin zu einzelnen erforderlichen Mitarbeiterprofilen. Immer wichtiger wird auch die Auswahl eines entsprechenden Technologie-Setups, um Organisationen mittels geeigneter Tools zu befähigen und Daten optimal zu nutzen.

„Die digitale Disruption macht einen starken Wandel unumgänglich."
Dr. Fabian Göbel

Können Sie dafür ein Beispiel geben?

Bei einem global agierenden Advertiser sind wir zum Beispiel gerade dabei, die Marketingsteuerung neu zu strukturieren und die verschiedenen Einheiten zu reorganisieren. Dazu muss man wissen, dass es bei diesem Unternehmen eine globale Zentrale und einzelne Ländergesellschaften gibt. In diesem Zusammenspiel ergeben sich allerlei Fragen: Wie sieht das neue Setup aus? Welche Technologie kommt zum Einsatz? Welche Rolle spielen verschiedene Agenturen? Die digitale Disruption macht hier einen starken Wandel unumgänglich, um auch in Zukunft effizient und erfolgreich arbeiten zu können.

Und wo sehen Sie bei der Erschließung neuer Kundengruppen besondere Potenziale?

Viele unserer Kollegen kommen aus der Medienindustrie, die von der digitalen Disruption ja schon sehr früh erfasst wurde. Unsere Learnings und Insights, die wir dort gewonnen haben, haben wir mit Blick auf neue Geschäftsmodelle, Veränderungen interner Prozesse etc. auf andere Branchen – wie etwa Finance, Insurance und Automotive – ausgeweitet. Hier können wir Mehrwert stiften und wollen das auch verstärkt tun.

Als Unternehmen „das Beste aus den Chancen der Digitalisierung“ zu machen, ist das Mehrwert-Versprechen von Nunatak: Welches sind denn in 2020 die größten Chancen – und was sind die größten Risiken?

Digitalisierung ist ja ein sehr breites Feld und man muss zunächst immer konkretisieren, welche Ziele man verfolgt. Auf der einen Seite stehen hier die Wachstumschancen, also wenn es darum geht, das Geschäft auszuweiten und innovative Modelle zu etablieren. Auf der anderen Seite kann aber auch das Thema Kosteneinsparung relevant werden. Die Wirtschaftslage ist zurzeit sicher weniger rosig als noch vor zwei Jahren und die Aussichten sind vage. Daher versuchen viele Unternehmen, auch im Bereich Digitalisierung zu sparen. Doch zukunftsträchtige Themen aus Kostengründen zurückzustellen, ist aus unserer Sicht der größte Fehler, den man machen kann. In einem so schnelllebigen Bereich wie Digitalisierung kann jede Pause größeren Schaden anrichten. Stattdessen sollten Unternehmen gerade jetzt Mut haben, gezielt in die richtigen Projekte zu investieren, um langfristig im Wettbewerb zu bestehen.

HOLACRACY UND OKRs: WIE INNOVATIV IST NUNATAK SELBST?

Innovation Management war das Leitthema vieler externer Nunatak-Projekte in 2019 – wie innovativ ist Nunatak eigentlich selbst? 

In der Vergangenheit ist es uns immer sehr gut gelungen, Innovationsprozesse dauerhaft in Unternehmen zu etablieren. Wenn man fragt, wie innovativ wir selbst sind, muss man den Blick aber natürlich nach innen richten. In 2019 haben wir uns im organisationalen Setup komplett neu sortiert. Hier haben wir uns zum Teil an einem sehr agilen Operating Model – der Holacracy – orientiert und uns in verschiedenen „Circles“ aufgestellt. Sämtliche internen Prozesse richten wir zudem seit 2019 an sogenannten OKRs aus: übergreifende „Objectives“ und daraus abgeleitete, messbare „Key Results“.

Die Erfolge beider Ansätze kann man jetzt schon sehen – nach gerade einmal sechs Monaten. Ich würde uns daher durchaus als innovativ bezeichnen – nicht nur mit Blick auf unsere Kunden, sondern auch uns selbst. Für 2020 planen wir, unsere agilen Konzepte weiter auszubauen und das Thema „Work-Life-Balance im Consulting“ zu vertiefen, um uns als Arbeitgeber noch attraktiver zu machen.

Was bedeutet es Ihnen, nach Jahren als einer der führenden Mitarbeiter nun Teil der Partnerschaft zu werden? 

Wir haben in der jüngeren Vergangenheit bereits sehr partnerschaftlich zusammengearbeitet – das ist ja auch einer unserer zentralen Werte bei Nunatak. Daher ist das für mich mehr eine Veränderung auf dem Papier als im Geschäftsalltag. Gleichzeitig ist es aber natürlich eine schöne Bestätigung meiner Arbeit, mit zwei Personen, zu denen ich in beruflicher Hinsicht aufblicke, nun auf derselben Ebene zu stehen.

Wo sehen Sie Nunatak in zwei Jahren – und wo in zehn? 

Mein Ziel ist, dass sich Nunatak weiter am Markt etabliert und wir mit unserem Schwerpunkt Digitalisierung im deutschsprachigen und internationalen Raum noch präsenter werden als heute. Das beinhaltet sicher auch, im Lauf der kommenden zehn Jahre weitere Standorte zu eröffnen. Wir werden weiter wachsen und dann womöglich unsere Aufstellung anpassen. Ich gehe der nächsten Dekade auf jeden Fall mit Zuversicht entgegen und denke, dass wir uns als einer der relevantesten Player rund um Fragestellungen der Digitalisierung etablieren können.

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